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Schausteller

Schausteller auf dem Oktoberfest München

Das Oktoberfest in München ist nicht nur Festzelt und Bier. Charme und Faszination erhält die Wiesn auch durch die rund 200 Schausteller, von denen ein großer Teil bereits auf eine lange Geschichte auf dem Oktoberfest zurückblicken. Manche davon werden nur noch auf dem Oktoberfest aufgebaut und von Kleinunternehmern oder kleinen Einzelunternehmen betrieben werden.

Schausteller

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Oktoberfest Schausteller

 

Dicke Berta

Hau den LukasKraftmesser waren schon recht früh beliebte Attraktionen auf Volksfesten. Erste Belege gibt es aus Frankreich um 1820/40. Vom einfachen Hauen mit der Faust auf ein Polster, wo die Wucht des Schlages auf einer Skala mit Zeiger abgelesen werden kann, bis zum kunstvoll dekorierten Schlaghammer, wie der „Hau den Lukas“ offiziell genannt wird, gab und gibt es viele Möglichkeiten, seine Heb-, Zug-, Stemm-, Watsch-, Handdruck- oder Lungenkraft unter Beweis zu stellen. Nach dem Prinzip der „Burenkanone“ (um 1900) funktioniert auch die „Dicke Berta“, die bis in die 1960er Jahre auf Volksfesten aufgestellt wurde: Auf einem Gleis wird eine schwere Kanone bzw. Bombe nach oben gestoßen, schlug sie oben an, wurde durch eine Zündkapsel ein Knall erzeugt. Die „Dicke Berta“ mit ihrer 30 Kilogramm schweren Kanone wurde nach einem bekannten Geschütz aus dem Ersten Weltkrieg benannt, das auf Grund seiner Größe und Durchschlagskraft sehr bekannt war.

Calypso

CalypsoDie Münchner Schausteller Anton Bausch und Eugen Distel – beide bekannt für Innovationen -  brachten den von der Firma Mack in Waldkirch erbauten Karusselltyp 1958 erstmals auf die Wiesn. Ein Modetanz aus Südamerika inspirierte nicht nur bei der Namensgebung, sondern auch bei der raffinierten Konstruktion. Mit dem typischen 50er-Jahre-Design und seiner rasanten Fahrt und unberechenbaren Richtungswechseln während der Rundfahrten wurde das Calypso schnell zum Publikumsmagneten. Das Calypso auf der Oiden Wiesn stammt aus dem Jahr 1962 und wurde von Hubert Wienheim für die Jubiläumswiesn 2010 zur Freude vieler Fans wieder flott gemacht.

Fahrt ins Paradies

Bei Berg- und Talbahnen fahren in der ursprünglichen Form meist acht Wagen für jeweils acht bis zehn Personen im Kreis hintereinander über zwei Berge und Täler. Diese Rundfahrgeschäfte wurden als „switchbacks“ wahrscheinlich in England in den 1880-Jahren erfunden. Hugo Haase war um 1890 einer der ersten deutschen Hersteller von Berg- und Talbahnen, im gleichen Jahr kamen auch die Firmen Bothmann und Stuhr mit dieser Neuheit auf den Markt. Gebaut wurde die vierhügelige Berg- und Talbahn „Fahrt ins Paradies“ 1939 in der renommierten Karussellfabrik Friedrich Heyn im thüringischen Neustadt an der Orla für den Schausteller Jacob Pfeiffer. In den 1950er Jahren wurde das Karussell eingelagert und überdauerte im ursprünglichen Originalzustand, bis es 2003 von Toni und Jakob Schleifer übernommen und aufwändig restauriert wurde. Dank der hervorragenden Originalsubstanz mit den ursprünglichen Malereien und den grazilen Figuren entstand eine nostalgische Kostbarkeit mit hohem Vergnügungsfaktor. Der Freundeskreis Kirmes und Freizeitparks e.V. verlieh Toni Schleifer den FKF-Award 2011 für besondere Verdienste und Leistungen der Schausteller- und Freizeitparkbranche.

Flohzirkus

Vor über 50 Jahren schlug der Flohzirkus von Familie Mathes, einer alten Nürnberger Schausteller-Dynastie, die seit etwa 150 Jahren einen Flohzirkus betreibt, zum ersten Mal auf der Wiesn seine Zelte auf. 2010 übernahm der langjährige Mitarbeiter der Familie Mathes, Robert Birk, den Flohzirkus und führt die Tradition fort.

Shocker auf dem Oktoberfest

Geisterbahnen

höllenblitzDie erste Geisterbahn Deutschlands wurde 1931 auf dem Hamburger Dom aufgestellt. Der Erfolg dieser Neuheit muss grandios gewesen sein, denn bereits ein Jahr später standen auf dem Oktoberfest mit der Fahrt zur Hölle, dem Geisterschloss, der Nostalgischen Geisterbahn und dem Shocker gleich vier Geisterbahnen zur Gaudi der Wiesnbesucher. Alle arbeiten nach dem gleichen Prinzip, bei dem sich die Gäste in Gondeln auf eine dunkle und schaurige Tour begeben und durch grausige Figuren erschreckt werden.

 

Hexenschaukel

HexenschaukelDie „Illusionsschaukel“, auch „drehbares Haus“ genannt, ist eine der ältesten Jahrmarktsillusionen und wurde 1894 nach einer amerikanischen Idee in Deutschland eingeführt. Bei dieser verblüffenden Täuschung wird der Gleichgewichtssinn gestört, indem der Raum von außen um die Schaukelachse gedreht wird. Einige wenige Exemplare der Hexenschaukel haben sich bis heute auf Jahrmärkten gehalten.

Irrgarten

Diese Belustigungsgeschäfte sind als transportable Unternehmen seit den 1890er Jahren belegt und berühmt für ihre klangvollen Namen wie zum Beispiel „Fluch des Pharao“, „Atlantis“ oder – wie auf der Wiesn – „Gaudi in Bavaria“.

Jahrmarktsfotografie

Seit circa 1880 haben sich Fotografen auf das Volksfestgeschäft spezialisiert. 1886 standen auf dem Oktoberfest zwölf Buden von Fotografen, die dort ihre Dienste anboten. Heute können sich die Besucher der Wiesn wahlweise von einem Nostalgie- oder einem Gaudifotografen ablichten lassen und die Fotos sogleich mitnehmen; nicht zu vergessen sind die Schießbuden, wo ein Foto „geschossen“ werden kann, und die Schnappschuss- Fotografen in den Festzelten, die Fotos der Bierzeltgäste als Schlüsselanhänger zum Verkauf anbieten.

Kasperletheater

Kettenflieger

Kettenflieger KalbZu den ältesten und traditionellen Fahrgeschäften auf der Wiesn zählt der Kettenflieger Kalb, der 1919 von der Berliner Firma Gundelwein und Fischer hergestellt wurde. Er trägt eine Originalbemalung der Dekorationsteile durch den Schaustellermaler Konrad Ochs. Die ersten kleinen Kettenflieger dürften um die Jahrhundertwende entstanden sein und standen thematisch in Zusammenhang mit der Entwicklung der Luftfahrt (Zeppelin, Gebrüder Wright, usw.). Historisch, traditionell und geruhsam fliegen hier die Gäste an Ketten aufgehängt durch die Luft. Daher ist der Kettenflieger Kalb besonders für Kinder, Familien und Senioren geeignet. Kaum zu glauben, aber der Kettenflieger Kalb befindet sich auch heute noch größtenteils im Originalzustand auf dem Oktoberfest und wird bereits in der 3. bzw. 4. Generation von der Familie Kalb aufgebaut.

Krinoline

Diese Karussellart ist mit Vorläufern aus den 1890er Jahren bekannt, der Name Krinoline taucht um 1900 auf. Die Konstruktion mit schwankender Plattform wurde anfangs per Hand in Schwung gebracht. Erst 1909 brachte ein Sachs-Elektromotor Fahrgeschäfte dieser Art in Fahrt. Karussells wie die Krinoline gehören neben den Schaukeln zu den ersten Fahrgeschäften auf dem Oktoberfest. Noch mit Muskelkraft wurde die Münchner Krinoline betrieben als dieser Karusselltyp 1924 erstmalig auf dem Oktoberfest das Publikum begeisterte. Dieses Karussell kam von der Spree an die Isar und war in den ersten Jahren der Renner unter den Fahrgeschäften. Als um 1937 Zugspitzbahnen als Neuheit zur gefährlichen Konkurrenz wurden, hatte der Krinoline-Besitzer Michael Großmann eine Idee mit Zukunft. Er modernisierte das Fahrgeschäft mittels elektrischem Antrieb mit Planetengetriebe und Zugfedern-Schwing-Mechanismus. Als zusätzlichen Clou engagierte er eine Blaskapelle, die die Karussellfahrt mit Stimmungsmusik begleitete. Diese Tradition wurde bis heute zur Freude aller Krinoline-Fans erst vom Enkel Theo Niederländer weitergeführt und seit 2009 an dessen Sohn Matthias weitergegeben. So ist die Kontinuität dieses Fahrgeschäfts mit Kult-Charakter auf der Wiesn gewährleistet.

Kettenflieger

Pemperlprater

Das älteste Karussell mit Ringelstechen, der Pemperlprater, mit Ursprung in der Biedermeierzeit steht in diesem Jahr wieder auf dem Oktoberfest. Den Urprater schuf der Passauer Schuhmacher Engelbert Zirnkilton in den Jahren 1826 bis 1829. Eigenhändig schnitzte er aus Holz 16 Rösser und stellte sie auf ein Bodenkarussell. Außer dass alle Hengste waren, glich keines dem anderen. 1830 kam das Pferdekarussell auf der Passauer Maidult erstmals zum Einsatz, wurde schnell zum beliebten Volksfestvergnügen bis heute und blieb es bis heute. Der Clou ist die Ringelstechvorrichtung: Die außen sitzenden Reiter sind beim Ringelritt mit einem Lederriemen fest angegurtet und versuchen, mit einem Stecher in der Hand den goldenen Ring aus einem Fischkopf aufzuspießen; der Sieger bekommt eine Freifahrt spendiert. Zunächst durch Muskelkraft betrieben, drehte sich das Fahrgeschäft ab 1926 elektrisch. Um 1910 konnten 80 Personen auf 30 Pferdln, zwei Hirschen und in vier Kutschen auf dem Pemperlprater, wie ihn die Passauer liebevoll nannten, ihre Runden drehen. Bis in die 1990er Jahre gehörte der Pemperlprater als Attraktion auf der Innpromenade zum Passauer Stadtbild – bis 1969 in Besitz der Familie Zirnkilton. Nach mehrmaligen Eigentümerwechseln kaufte 2007 der VdK-Sozialverband das Karussell, ließ es in einer Straubinger Behinderteneinrichtung restaurieren und sicherte so den weiteren Bestand des Pemperlpraters, der im gleichen Jahr zum ersten Mal auf der Wiesn stand.

Revue der Illusionen

Gaby Reutlingers Revue der Illusionen zeigt im Programm einige der klassischen alten Illusionsnummern, die es bei reisenden Varietés schon vor hundert Jahren gegeben hat: „Die Frau ohne Unterleib“, Die Frau ohne Kopf“, „Die schwebende Jungfrau“ und „Der sprechende Kopf“ verblüffen heute wie damals die Zuschauer. Dieses Illusionstheater ist wohl das letzte seiner Art in Europa. Immer auf der Suche nach weiteren historischen Illusionen ist es ein besonderes Anliegen dieser Unternehmerin, die Tradition dieser Jahrmarktsunterhaltung hochzuhalten. In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts tauchten auf Volksfesten die Varietétheater auf. Sie unterhielten das Publikum mit einem bunten Nummernprogramm. Es traten auf: Tänzer, Sänger, Puppenspieler, Akrobaten, Magier mit Kunststücken durch optische, chemische oder mechanische Effekte. Im 20. Jahrhundert nimmt die Beliebtheit der Schaustellungen mit dem Aufschwung der Fahrgeschäftindustrie und dem Aufkommen
von Film und Rundfunk immer mehr ab.

Riesenräder

Vorgänger des Riesenrads ist die Russische Schaukel mit vertikalen Kreisbewegungen, die im 18. Jahrhundert vor allem in Russland (!) und im Vorderen Orient (frühester Beleg 1620, Türkei) weit verbreitet war. Transportable russische Schaukeln, auch „Russenräder“ genannt oder „pleasure wheels“ (amerikanisch), gab es ab 1880/90 mit einer Maximalhöhe von zwölf Metern und sechs bis zwölf Gondeln. Das erste Riesenrad, wie wir es kennen, wurde anlässlich der Weltausstellung 1893 in Chicago errichtet; das „ferris wheel“ war eine stationäre Stahlkonstruktion von 300 Metern Höhe. Von den feststehenden Nachbauten in London (1894), Wien (1897) und Paris (1898) blieb nur das Riesenrad im Wiener Prater übrig. Erst ab 1960 wurden die heutigen Riesenräder aus Stahl entwickelt. In Deutschland werden die Riesenräder von einer kleinen Gruppe von Schaustellerfamilien betrieben, und die Konkurrenz trieb diese Riesenräder in die Höhe. Das Münchner Oktoberfest-Riesenrad der Familie Willenborg, 1979 von der Firma Schwarzkopf erbaut, gehört mit 50 Metern Höhe zu den schönsten. Kleiner, aber älter ist das Russenrad der Famiie Koppenhöfer auf der Wiesn.

Historische Wiesn & Riesenrad

Russenrad

Das kleine Russenrad mit der kunstvollen alten Noten-Konzertorgel der Gebrüder Bruder aus Waldkirch im Breisgau ist Stammgast auf der Wiesn. 1925 beauftragte Josef Esterl die Karussellfabrik Gundelwein in Wutha/Thüringen mit dem Bau einer „Russischen Schaukel“, wie das Riesen- oder Russenrad damals noch genannt wurde (siehe auch „Riesenrad“). Im Juni 1925 nahm Esterl sein neues Fahrgeschäft in Betrieb. Ursprünglich hatte es eine geschnitzte Fassade mit Malereien, die in den 1950er Jahren gegen die heutige ausgewechselt wurde. Bis um 1960 galt es mit 12 Gondeln und einer Höhe von 14 Metern als das größte transportable Riesenrad in Bayern. In dritter Generation führen Herbert Koppenhöfer und seine Schwester Edith Simon, die Enkel des Josef Esterl, das Familiengeschäft fort.

Altbairisches Scherbenschießen

Die ersten Schießgeschäfte hielten als Schießstände um 1840 auf Volksfesten Einzug. In den 1870er Jahren wurden die ersten Schießbuden aufgebaut, heute stehen moderne Schießwagen zum Testen der Zielsicherheit bereit. In den 1880er Jahren kam das Schießen auf Objekte aus Ton auf. Tabakspfeifen, Tierfiguren, kleine Scheiben in Rund- oder Sternchenform (Flattern) oder Tontöpfchen (Scherben) waren die Artikel, die die Schießbudenbesitzer damals fast ausschließlich von Tonwaren- oder Tonpfeifenfabriken aus dem Westerwälder Kannenbäckerland bezogen. Die vertraute Form des Schießens auf bunte Kunstblumen oder andere Treffer wurde erst in den 1930er Jahren eingeführt. Was damals auf Tonröhrchen zum Abschuss frei gegeben wurde, steckt heute meistens auf Plastiksteckern. Schießen auf Ton ist eine Besonderheit, die ein Schütze auf der Wiesn noch kennen lernen kann. Um sich selbständig machen zu können, baute Mary Schröder (1899 – 1975) in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg heimlich eine Schießbude: Mit dem „Altbairischen Scherbenschießen“ ging sie dann auf die erste Münchner Wiesn nach dem Krieg. 1965 wurde die alte Bude TÜV-gerecht modernisiert, ohne den Grundbau anzutasten. Das Erscheinungsbild blieb bis heute bestehen, wie alte Fotografien der Schießbude über die Jahre belegen. Die Familientradition führt die Enkelin, Ursula-Josy Steinker fort, die es 1994 von ihrer Mutter Lilo Steinker-Schröder übernahm und nur noch auf der Wiesn aufbaut. Hier kann geschossen werden wie in früheren Zeiten – auf original Tonröhrchen und -töpfchen, den sogenannten „Scherben“.

Auf geht`s beim Schichtl

Hinrichtung beim SchichtlEin weiterer sehr berühmter Schausteller auf dem Oktoberfest war Michael August „Papa“ Schichtl, Nachfahre der bekannten Schaustellerfamilie Schichtl, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichte. In den 1880er Jahren trennte sich Michael Schichtl von seiner Familie und gründete mit einem Kasperltheater sein eigenes Unternehmen. Mit selbst geschnitzten Puppen kreierte er ein Programm aus Zauberei, Puppenspiel und Kuriositäten. Berühmt wurde „der Schichtl“ jedoch durch die Rekommandation vor seiner Schaustellerbude, wo in jeder Show ein Zuschauer durch die Guillotine hingerichtet wurde.
 Der mit einer schwarzen Mütze verhüllte Kopf wurde dem Publikum samt Gurgel und Halswirbel präsentiert und dem Opfer später wieder aufgesetzt. 

Nach dem Tod von Michael Schichtl verkaufte seine Frau das Geschäft 1911 an einen ehemaligen Mitarbeiter und 1985 übernahm es Manfred Schauer, der seitdem alljährlich ca. 400 Vorstellungen als „Schichtl“ aufführt. Seit 2001 gibt es sogar wieder „Schichtls Himmlische Schänke“, in dem das Publikum wie schon zu Zeiten des Michael Schichtl 1905 vor und nach den Aufführungen in Frack mit Fliege und Zylinder bewirtet wird.

Schiffschaukel

Um 1890 kam die heute gebräuchliche Form der Schiffschaukel für zwei Personen auf. Bereits im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert sind Vorläufer dieses Fahrgeschäfts bezeugt, beispielsweise im Wiener Prater. Im 19. Jahrhundert war die Schaukel ein Familiengeschäft. Die Schiffschaukeln sind heute die einzigen Fahrgeschäfte, bei denen der Fahrgast die Bewegung erzeugt; der Reiz der eigenen Aktivität ist Grund der fortdauernden Beliebtheit dieser nostalgisch anmutenden Attraktion. Als Fortentwicklungen gelten die Überschlag- und Gesellschaftsschaukeln der 30er Jahre des 20.Jahrhunderts bis hin zum „Fliegenden Holländer“ der 1980er Jahre.

Teufelsrad

teufelsradDieses Belustigungsgeschäft, auch „Taifun“ oder „Freudenrad“ genannt, kam um 1910 auf. Das Teufelsrad ist ein Geschicklichkeitstest für die Mitfahrer und eine große Belustigung für die Zuschauer. Der Erfolg eines Teufelsrads steht und fällt mit dem Rekommandeur, der das Publikum animiert und die „Mitwirkenden“ kommentiert. Ehrgeiz gepaart mit Gruppengefühl wird gefordert, um auf dem Teufelsrad zu bestehen. Vor zig Jahren saß ich selbst noch auf dem Teufelsrad und hab` g`schaut, dass mich die große Kugel nicht erwischt. Und auch schon Karl Valentin und Liesl Karlstadt hatten im Teufelsrad ihren Spaß.

Toboggan

Rutschbahnen gab es seit dem frühen 19. Jahrhundert. 1906 baute der Badener Anton Bausch nach Pariser Vorbild den wahrscheinlich ersten deutschen Toboggan, eine ursprünglich amerikanische Turmrutschbahn. „Toboggan“ stammt aus der Sprache der kanadischen Algonkin-Indianer, und bezeichnet einen leichten Schneeschlitten. Auf dem Oktoberfest 1908 standen drei dieser  Toboggans zum Vergnügen der Zuschauer wie der Rutschenden bereit: die Turmauffahrt der Kunden mittels Förderband entbehrte nicht der Komik, die sanfte Rutschfahrt machte Spaß. Dem ist noch heute so auf der Wiesn und dies einmalig in Deutschland. Für die Reise ist dieses Traditionsgeschäft von Astrid und Claus Konrad nicht mehr rentabel.

Tobbogan

Velodrom

Velodrom„Ob Sie zusehen oder mitfahren – Sie lachen sich gesund.“ pries ein Werbeschild den Besuch im „Humoristischen Velodrom“ bereits auf der Wiesn von 1910 an. Auf einer Holzfahrbahn mit rund 16 Metern Durchmesser findet ein Radrennen der besonderen Art statt: Auf Scherzrädern, die Fahrkunst und Geschick des Radlers auf die Probe stellen, gilt es, sich zur Musik einer Konzertnotenorgel und zum Gaudium der Zuschauer fortzubewegen. Von 1901 bis 1962 gab es dieses Belustigungsgeschäft auf dem Oktoberfest. Eduard Pirzer, der seit 1888 in München eine der ersten Fahrradfabriken betrieb, übergab das Geschäft 1908 an Hermann Kretschmar, dessen Söhne es bis in die 1930er Jahre fortführten. 1988 wurde das komplette Geschäft mit Fassade, Zeltbau, Wohn- und Packwägen sowie den Fahrrädern durch die Münchner Schausteller-Stiftung für das Münchner Stadtmuseum erworben.

Wurfbuden

1818 stellte der Münchner Wirt Anton Gruber zur Belustigung seiner Wiesn-Gäste u.a. eine “Taubenscheibe“ auf. Es handelte sich dabei um einen stationären Wurfstand, auch „Taubenwerfen“ genannt, wie er bereits Anfang des 19. Jahrhunderts auf dem Wiener Prater belegt ist. Auf den Volksfesten hat es das Taubenwerfen bis in die 1950er Jahre gegeben. In den 1880er Jahren tauchten in den Beschickerlisten Platten-, Messer-. Ring- und Ballwerfen auf. Bereits 1910 ist die Ballwurfbude „Runter mit dem Zylinder“ belegt, die seit 1957 von der Familie Gaukler-Michel betrieben wird. Mit großer Sorgfalt wird die historische Wurfbude nur noch zum Oktoberfest aufgebaut, sie ist nicht mehr reisefähig. Eine Garnitur der lustigen Holzköpfe mit den schwarzen Zylinderhüten, die es mit dem Lederball herunterzuwerfen gilt, befindet sich bereits in der Schaustellersammlung des Münchner Stadtmuseums. Alte Stammkunden erzählen, dass sie als Kinder die Hüte auf die Köpf setzten durften und damit sich ein kleines Taschengeld verdienten. Auch heute noch lieben kleine Wiesn-Besucher diese Wurfbude, die es wahrscheinlich woanders in der Schaustellerwelt nicht mehr gibt. Mit dieser Einzigartigkeit trägt das Geschäft und nicht zuletzt Annemarie Neumeier mit ihrer Familie, die Nachfahren der Familie Gaukler-Michel, zur besonderen Mischung des Oktoberfest bei.

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